Frühlingsempfang der Luther CDU:

Günter Nuttelmann und Christian Stille mit Ortspreis ausgezeichnet


Im Mittelpunkt des diesjährigen Frühlingsempfangs der Luther CDU stand der Ortspreis, der alle zwei Jahre an Persönlichkeiten verliehen wird, die sich ehrenamtlich in hervorragender Weise für die Dorfgemeinschaft engagieren. 2015 ging die renommierte Auszeichnung an zwei alteingesessene Luther, die Bauernhöfe im alten Ortskern besitzen und ihr Anwesen immer wieder uneigennützig für Vereine zur Verfügung stellen. Das ist zum einen Günter Nuttelmann, auf dessen Hof Konzerte des Gesangsvereins und das Sommerfest der CDU stattfinden. Dort werden auch Festwagen für den Schützenfestumzug hergerichtet. Außerdem ist Nuttelmann einer der eifrigsten Helfer bei der Organisation der Luther Flohmärkte. Zweiter Preisträger ist Christian Stille, der sich seit mehr als 20 Jahren für den Luther Heimatverein engagiert. Dort ist er Vorstandsmitglied, gestaltet die oft prämierten Wagen für den Schützenfestumzug und stellt seinen Hof für Veranstaltungen wie z. B. „Kino im Kuhstall“ zur Verfügung. Der Frühschoppen bei „Stille am See“ hat sich in den letzten Jahren zu einem Luther Markenzeichen entwickelt. Wenn es um Themen der Landwirtschaft und des Umweltschutzes geht, meldet sich Stille unüberhörbar mit seiner nicht immer bequemen Meinung zu Wort.

Auch die politischen Themen kamen beim Frühlingsempfang nicht zu kurz. Andreas Lange, Vorsitzender des CDU Ortsverbandes Luthe, wies auf die von einem Arbeitskreis des Ortsrates entwickelte neue Parkregelung entlang der Hauptstraße hin, die nun von der Verwaltung umgesetzt werden muss. Sein Stellvertreter H.-G. Kück betonte, dass es dringend notwendig sei, in Luthe einen geeigneten Bolzplatz zu schaffen. Bei der Entwicklung des Gewerbegebietes entlang der Adolf-Oesterheld-Straße forderte er Augenmaß. Dabei müsse vor allem sicher gestellt sein, dass der Luther Wald als Naherholungsgebiet erhalten bleibe, weiterhin ortsnahe Flächen für die Luther Landwirte zur Verfügung stünden und die Verkehrsbelastung vor allem auf der Nienburger Straße nicht noch größer werde. Kück erinnerte auch daran, dass trotz der vorhandenen Hortplätze die Nachmittagsbetreuung für Grundschüler verbessert werden muss. Dazu sollte die Luther Grundschule so schnell wie möglich einen Ganztagsbetrieb anbieten. Die Zeit bis dahin könnte durch eine Randstundenbetreuung überbrückt werden, für deren Aufbau sich die CDU einsetzen wird.

Der Großenheidorner Ortsbürgermeister und Regionsabgeordnete Manfred Wenzel informierte dann über den Verein „Randstundenbetreuung“, der in seinem Ortsteil schon seit Jahren erfolgreich arbeitet. Wenzel ging anschließend auf die Restmüllentsorgung durch die Region Hannover ein, die nach wie vor viele Mängel, z. B. bei der zu hohen Mindestmüllmenge, aufweist.

Bürgermeister Rolf-Axel Eberhardt hatte einige aus Luther Sicht sehr erfreuliche Dinge zu berichten. So könnte seiner Meinung nach auf dem städtischen Grundstück hinter dem Schützenhaus ein Bolzplatz errichtet werden. Die Umwandlung der Grundschule in eine Ganztagsschule und die damit verbundene Sanierung will die Stadt nach Fertigstellung der IGS in Angriff nehmen. Die Weiterentwicklung des Industriegebiets soll nicht zu Lasten der Luther gehen. Eberhardt hob außerdem hervor, dass es der Stadt bisher hervorragend gelungen sei, eine hohe Zahl von Flüchtlingen dezentral unterzubringen. Weil aber vor allem das Land Niedersachsen die Kommunen nur unzureichend unterstützt, entsteht durch die Flüchtlingszuweisung auch für Wunstorf eine beträchtliche finanzielle Mehrbelastung.

Die Tatsache, dass die Landesregierung die CDU-Opposition schon mehrfach nachweislich falsch informiert hat, kritisierte der Landtagsabgeordnete Sebastian Lechner. Er kritisierte auch, dass die rot-grüne Mehrheit in der Region und im Landtag CDU-Vorschläge zur Verlagerung der Asbesthalde mit fadenscheinigen Gründen abgelehnt hat. Durch die einseitige Stärkung der Gesamtschulen arbeitet die Landesregierung nach Meinung Lechners außerdem bewusst auf die Schwächung oder gar Schließung der Gymnasien in Niedersachsen hin.

Mit interessanten und aktuellen Informationen zum Thema „Griechenland“ konnte der Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt aufwarten. Bei aller Kritik an der aktuellen griechischen Regierung setzte sich Hoppenstedt für eine Versachlichung in dieser Angelegenheit ein, denn ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone stellt aus seiner Sicht keine Ideallösung des Problems dar.

Nach den Ehrungen und politischen Vorträgen lud die Luther CDU ihre Gäste zu einem kleinen Imbiss ein und mit Diskussionen im kleinen Kreis klang dann eine aus Sicht der Organisatoren gelungene Veranstaltung aus, die mit fast 80 Teilnehmern ein sehr erfreuliches Besucherinteresse gefunden hatte.