CDU stellt Änderungsantrag zum Naturschutzgebiet
Berichterstattung in der Leine-Zeitung vom 16. April 2015
CDU will keine neuen Grenzen
Naturschutzgebiet am Steinhuder Meer: Fraktion sieht Probleme bei Entschlammung
Von Sven Sokoll
Großenheidorn/Steinhude/Klein Heidorn. Die CDU will die neuen Grenzen des Naturschutzgebietes im Osten des Steinhuder Meeres nicht akzeptieren. Wenn heute der Umweltausschuss mit den Ortsräten Steinhude, Großenheidorn und Klein Heidorn über die Pläne der Region diskutiert, will die Fraktion einen umfangreichen Antrag einbringen.
Danach sollen auf den Großenheidorner Wiesen die Grenzen zwischen Natur- und Landschaftsschutzgebiet so bleiben wie bisher. Die Wiesen im Landschaftsschutzgebiet hätten sich bisher mit einer extensiven Landwirtschaft ökologisch gut entwickelt. Die Ziele, eine Tier- und Pflanzenvielfalt zu erhalten, ließen sich damit auch mit weniger starken Eingriffen wie in einem Naturschutzgebiet erreichen.
Auch die künftige Entschlammung des Steinhuder Meeres will die CDU besser absichern. Je mehr Naturschutzgebiet es gibt, umso schwerer fällt es, neue Polderflächen zu finden. Wenn der vorhandene Polder in Großenheidorn von solchen Gebieten eingeschlossen wird, werde auch der Abtransport getrockneter Masse komplizierter.
Auf Flächen, in denen noch abgetorft wird, sollte nach Vorstellung der CDU später ebenfalls noch Schlamm aufgebracht werden dürfen – denn darauf erhole sich die Vegetation ausgesprochen schnell. Die CDU fordert, alle Wanderwege, Rast- und Beobachtungsplätze zu erhalten und auch die besonderen historischen Rechte der Steinhuder Torfmoorinteressenten zu berücksichtigen.
Auch auf dem Wasser will die CDU die bestehenden Grenzlinien nicht verschieben. „Zu erheblichen Störungen ist es in diesem Bereich nicht gekommen“, schreiben Manfred Wenzel und Christiane Schweer als Verfasser des Antrags.